

Architektur | Keramik
Dominik Laspeyres begann seine keramische Arbeit während seinem Architekturstudium, im Rahmen eines Auslandssemesters an der Seoul National University in Südkorea. Die dort gewonnenen handwerklichen Grundlagen sowie die Auseinandersetzung mit der koreanischen Kultur prägen seine Arbeit. Keramik versteht er als Medium, um Fragen nach kultureller Identität, Herkunft und persönlichem Ausdruck zu erforschen.

© 2026 Dominik Laspeyres
© 2026 Dominik Laspeyres
2025 | Mainz
Seit Anfang 2025 bin ich Mitglied im Community-Keramikstudio Clayworks in Mainz. Zufällig oder vielleicht auch schicksalhaft öffnete die Werkstatt genau zu dem Zeitpunkt seine Türen, als ich meine Masterarbeit abgeschlossen hatte und meinen Weg zurück in die praktische Arbeit mit Keramik suchte.
Die professionelle Ausstattung und die offene Atmosphäre haben mich von Anfang an begeistert. In den ersten Wochen und Monaten verbrachte ich viele ganze Tage allein im Studio, vertieft in Material, Formen und Experimente. Spätestens ab dem Sommer begann die Gemeinschaft jedoch rasant zu wachsen.
Mittlerweile betreue ich eine lockere wöchentliche Keramikstunde und unterstütze bei der Organisation und dem Betrieb der Öfen. Mehr Menschen, mehr Ton, mehr Arbeit und auch mehr Mitarbeitende, mehr Freundschaften und mehr Freude am gemeinsamen Arbeiten.



2025 | Montabaur
Eine unserer ersten gemeinsamen Aktivitäten bei Clayworks führte uns zur Tongrube von Goerg & Schneider. Wir wollten verstehen, wo das Material herkommt, das wir so schätzen und täglich in den Händen halten. Erst wenn man den Ursprung kennt, entwickelt sich ein echtes Bewusstsein für die natürliche Ressource Ton.
Die Führung gab uns spannende Einblicke in den Abbau, die Aufbereitung und den Weg des Tons bis in unsere Werkstätten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Goerg & Schneider für die Zeit und die interessanten Einblicke.




2023 | Seoul National University
Im Rahmen meines Masterstudiums der Architektur führte mich ein Auslandssemester an die Seoul National University. Eher zufällig verschlug es mich nicht nur an die Fakultät für Architektur, sondern auch an das Department of Fine Arts.
Dort belegte ich das Seminar Wheel Throwing II. Da mir die Grundlagen fehlten, musste ich zunächst die Inhalte des ersten Semesters nachholen. Schnell wurde klar, dass der Kurs deutlich mehr Zeit und Hingabe verlangte, als mein Stundenplan im Architekturstudium eigentlich zuließ.
Die Entscheidung, mich darauf einzulassen, fiel mir dennoch leicht. Die Möglichkeit, in ein völlig neues Material, neue Arbeitsweisen und eine andere gestalterische Denkweise einzutauchen, erschien mir einmalig. Rückblickend war genau dieser Schritt der Beginn meiner Reise in die Welt der Keramik.




2023/24 | Seoul National University
Im Rahmen meines Masterstudiums der Architektur führte mich ein Auslandssemester an die Seoul National University. Eher zufällig verschlug es mich nicht nur an die Fakultät für Architektur, sondern auch an das Department of Fine Arts.
Dort belegte ich das Seminar Wheel Throwing II. Da mir die Grundlagen fehlten, musste ich zunächst die Inhalte des ersten Semesters nachholen. Schnell wurde klar, dass der Kurs deutlich mehr Zeit und Hingabe verlangte, als mein Stundenplan im Architekturstudium eigentlich zuließ.
Die Entscheidung, mich darauf einzulassen, fiel mir dennoch leicht. Die Möglichkeit, in ein völlig neues Material, neue Arbeitsweisen und eine andere gestalterische Denkweise einzutauchen, erschien mir einmalig. Rückblickend war genau dieser Schritt der Beginn meiner Reise in die Welt der Keramik.





2025 | Technische Universität Darmstadt
Als letzte studentische Leistung meines Masterstudiums hatte ich die Möglichkeit, ein eigenes Thema für eine wissenschaftliche Arbeit zu entwickeln. Nach meinem Auslandssemester in Seoul war dies die Gelegenheit, mich auch theoretisch intensiver mit dem Material Keramik auseinanderzusetzen.
Der direkte architektonische Bezug war zunächst nur indirekt vorhanden, dennoch wurde mein Thema angenommen: keramische Glasuren aus Holzasche.
Der Einstieg war ein Sprung ins kalte Wasser. Zunächst beschäftigte ich mich mit den Grundlagen der Glasurchemie – und kurz darauf bereits mit einem komplexen natürlichen Rohstoff: Holzasche. Learning by doing.
Verschiedene Werkstätten der TU Darmstadt und der Hochschule Mainz stellten mir unterschiedliche Arten von Holzabfällen zur Verfügung. Die Idee lag nahe, diese verschiedenen Aschen als Ausgangsmaterial für Glasuren zu untersuchen und miteinander zu vergleichen: Eichenholz, Lindenholz und Fichten- und Kiefernholz.
Der erste Schritt war jedoch grundlegend: Eine Glasurrezeptur zu entwickeln, die zuverlässig funktioniert. Die entscheidende Frage blieb dabei offen: Wird eine funktionierende Rezeptur auch mit unterschiedlichen Holzarten und deren individuellen Eigenschaften bestehen können?



